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Kalterersee-Charta

Die „Kalterersee-Charta“ – das Gütesiegel für einen der beliebtesten Rotweine.. >

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Videos aus Kaltern und Umgebung. Einige Eindrücke des Süden Südtriols

Weinböden in Kaltern: Porphyr, Glimmer, Kalk ...

Kalterer Hausberg
Kalterer Hausberg

Schotter am Hang

In Bezug auf die Böden gleicht das Südtiroler Weinbaugebiet einem komplexen Puzzle. Die geologische Beschaffenheit ändert sich von Weingut zu Weingut. In den Hanglagen, wo der Weinbau dominiert überwiegen Schotterböden, die durch die Abtragung der Gletscher und die darauf folgenden Erosionen gebildet wurden.

Vulkangestein

Rund um Kaltern bestehen die Böden mehrheitlich aus vulkanischem Gestein: roter Porphyr vermischt mit Lehm oder Sand. In diesem trockenen, humusarmen Terroir muss die Rebe tiefe Wurzeln bilden, um genügend Wasser aufnehmen zu können. Im südlichsten Abschnitt des Südtiroler Weinbaugebietes findet man Böden aus verwittertem Kalk- und Dolomitgestein.

Die Weinbauzonen

Höhenlage, Hangneigung, Boden – rund um Kaltern herrschen von einem Hügel zum nächsten ganz unterschiedliche Bedingungen. Trotzdem lassen sich vier großräumige Weinbauzonen mit jeweils ähnlichen Bedingungen ausmachen. Es gibt ein Gebiet, wo hauptsächlich Rotweinsorten angebaut werden, eines für Weißwein und zwei Mischgebiete.

Rotweingebiet

Rund um den Kalterer See, auf teils ansteigenden Höhenlagen zwischen 215 und 315 Metern Meereshöhe, liegt das klassische Kalterer Rotweingebiet. Tiefgründige Kalkschotterböden glazialen Ursprungs mit hohem Lehmanteil bieten den großen und spät reifenden Rotweinsorten ideale Voraussetzungen. Die heimischen Sorten Kalterersee und Lagrein entfalten hier ihr höchstes Potenzial, ebenso wie die internationalen Rebsorten Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Merlot. Das mediterrane Klima am See mit viel Sonne und dem nachmittäglichen Wind ist für diese Sorten besonders wichtig. Die Lagen nahe beim See – nach Süden hin offen und nach Norden geschützt – sind am wärmsten.

Rot- und Weißweingebiet

Kalkschotterböden mit höheren Sandanteilen prägen die nordwestlich und nordöstlich an das Kalterer Rotweingebiet angrenzenden Weinberge. Die nach Süden hin ausgerichteten Lagen bieten den spät reifenden Rotweinsorten günstige Bedingungen. In den exponierten Ost- und Westlagen, zwischen 300 und 400 m Meereshöhe, findet der Blauburgunder ebenso ideale Bedingungen wie die wärmeliebenden Weißweinsorten Gewürztraminer und Chardonnay. Hier ist es tagsüber ebenso warm und mediterran wie in den tieferen Lagen. Nur die Nächte sind während der Reifezeit im Herbst auf Grund der Höhenlage etwas kühler.

Weißweingebiet

Über 500 Meter Meereshöhe beginnt das klassische Weißweingebiet von Kaltern. Glaziale, teils magere Kalkschotterböden mit geringem Lehmanteil in den nördlicheren Lagen und höherem Lehmanteil in den südlicheren Lagen, prägen hier das Terroir. Sie haben einen hohen pH-Wert und eine gute Speicherfähigkeit für Nährstoffe. Das Klima ist mediterran mit alpinen Einflüssen. Abendliche Fallwinde von der 2000 Meter hohen Mendelkette bringen an heißen Sommertagen eine merkliche Abkühlung. Temperaturunterschiede von 20°C zwischen Tag und Nacht sind im Herbst nicht selten. – Ideale Voraussetzungen für fruchtig-frische Weißweine: in den Südlagen vor allem Sauvignon und Chardonnay, in den mehr östlich ausgerichteten Weinbergen Weißburgunder und Ruländer. Müller-Thurgau findet in den höchsten Lagen seinen besten Ausdruck.

Weiß- und Rotweingebiet

Im Kalterer Weiß- und Rotweingebiet in Höhenlagen zwischen 400 und 500 Metern über dem Meer herrscht mediterranes Klima mit deutlich kühleren Nächten. Hier gilt: Je höher die Lage, desto größeren Einfluss hat die Exposition (die Sonneneinstrahlung) auf das Mikroklima. Entsprechend große Unterschiede gibt es zwischen den Einzellagen. Auf den Richtung Süden hin ausgerichteten Hanglagen findet der frühreifende Blauburgunder ebenso ideale Voraussetzungen wie Gewürztraminer und Chardonnay. In den Ost-West-Lagen ist das Mikroklima besonders für die weißen Rebsorten, vor allem für Sauvignon, Weißburgunder und Ruländer geeignet. Kalkschotterböden wechseln sich hier Richtung Norden teilweise mit vulkanischen, charakteristisch rötlichen Porphyrböden ab, die gute Wärmespeicher und zugleich sehr durchlässig für Licht und Luft sind.

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