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Kalterersee-Charta

Die „Kalterersee-Charta“ – das Gütesiegel für einen der beliebtesten Rotweine.. >

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Sortenportrait: Lagrein

„Quelle: EOS/Südtiroler Wein“
„Quelle: EOS/Südtiroler Wein“

Anbaugebiete des Lagrein

Das bekannteste Anbaugebiet des Lagrein sind die Lagen um den Bozner Stadtteil Gries, aber auch die östlich von Bozen liegenden Talebenen liefern sehr guten Lagrein. Des Weiteren wird die ebsorte auch in anderen Tiroler Weingütern in Unterland, Überetsch und Etschtal angebaut, ist jedoch mit einer Gesamtanbaufläche von unter 500 Hektar eine recht seltene Rebsorte. In tiefen Lagen mit warmen Böden, wie Sand, Kies oder dem Bozner Porphyr, entwickelt sich der Lagrein am besten.
In alten Weinanlagen ist die Erziehungsform der Pergel in neueren hingegen der Drahtrahmen.

Charakter des Lagrein

Der Lagrein hat eine rubin- und dunkelgranatrote Farbe, duftet nach Veilchen und Brombeeren, ist voll und samtig im Geschmack, mit leicht herben Nuancen, wie Kaffee und Schokoladenoten. Aromen von Waldbeeren, frischen Kirschen und Veilchen, im Gaumen samtige Fülle und weiche Säure: Der Lagrein ist ein sehr eigenständiger Wein, der mit seinem Geschmacksprofil im Trend liegt.

Lagrein wird empfohlen zu

Optimal genießen kann man ihn zu Wild, Braten, Lamm, Rind und Hartkäse.

Optimale Trinktemperatur des Lagrein

Serviert wird der Lagrein mit 16-18° C.

Geschichte des Lagrein

Der Lagrein ist Südtirols älteste Rebsorte. Jedoch erst seit dem 20. Jahrhundert wird unter „Lagrein“ im allgemeinen der Rotwein verstanden. Davor wurde meist weißer Wein gemeint, wenn von „Lagrein“ die Rede war. In der Rosé-Version wird der Wein auch "Lagrein Kretzer" genannt. Schon im Jahr 1370 hatte Kaiser Karl IV. in seiner Weinordnung den Lagrein als "pesten Poczner" (besten Bozner Wein) bezeichnet. Nun ist es der Sorte in beeindruckender Manier gelungen, ihr ehemaliges Renommee zurückzugewinnen.

Bis vor wenigen Jahren wurde vor allem der ertragreiche langstielige Lagrein auf Pergel-Anlagen angebaut. Nun konzentriert sich die Veredelungsarbeit mehr auf die ertragsschwächeren kurzstieligen Biotypen. Zudem werden diese nicht mehr in Pergeln, sondern auf Drahtrahmen (Guyot-System) kultiviert.

Mit Erträgen von unter 10.000 Kilogramm pro Hektar geerntet, entstehen so Weine von intensiver Farbe und Fruchtfülle. Edle Würznoten durch den Ausbau in kleinen Eichenholzfässern verleihen den Topselektionen zusätzlichen Charme und Charakter.

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